Saturday, September 30, 2006

wir feiern children's day







...mit ca. 350 kindern. eine anstrengede woche liegt hinter uns und wir sind alle einfach nur platt. heute dann der abschluss, world children's day. schönes konzept dass wir uns da ausgedacht hatten um diese riesige masse an kindern in irgendeiner art und weise steuern zu können. einteilung in gruppen, verschiedene stationen mit diversen aktivitäten, teamleadern, koordinatoren für die spiele und und und, wir waren wirklich richtig fit. fast schon profi-mäßig unterwegs mit unserem a&o metaplan.
ich sag mal so: der event hat dann nicht ganz sooo funktioniert wie wir uns das vorgestellt hatten. nach der ersten halben stunde konnten wir unsere planung eigentlich über bord werfen und anfangen zu improvisiern. bin richtig froh diese riesen spritzen von zuhause mitgenommen zu haben, heute hatten sie dann doch noch ihren einsatz.
schlussendlich aber ein echt superschöner tag, der meine erwartungen eigentlich sogar noch übertroffen hat. die jungs hatten trommeln dabei und machten richtig lärm, tanzen, singen und natürlich der obligatorische singhalesiche breakdance. yoga meets hip hop.
eigentlich wollten wir erst gegen mitte der woche ins landesinnere aufbrechen, heute kam dann ein anruf von sarvodaya und wir fahren mit deren team schon am 2 oktober nach anuradhapura. maris und ich werden die woche dann über frei nehmen und von dort aus über kandy wieder nach tangalle reisen....morgen früh gehts los.
soviel für heute, mehr dann wieder in der nächsten woche.....urlauburlauburlauburlaub.

Wednesday, September 27, 2006

curry? curry!









rice and curry: morgens mittags abends.
gut, nicht immer. aber grund genug der sache mal nachzugehen

glen team at work



das glen-team ist vollzählig. diese woche ist maris, mein projektpartner aus lettland, bei uns hier im zentrum eingetrudelt. die zeit des allein-seins hat ein ende, gerade auch zur rechten zeit. samstag steht childrens day vor der tür und wir erwarten busladungen voller kinder aus den ambalangoda projekten von friends. alles in allem wohl 300. puh, bin ja mal gespannt, aber natürlich ist die european-connection bestens vorbereitet und plant fleissig vor sich hin. was soll da also noch schiefgehen?? also: welcome maris to seenimodara!

hey, was ne aufnahme von unserem zentrum, hm? hab ich letzte woche von malgampura aus aufgenommen, die bauarbeiten am wasserturm sind fast fertig und ich hab die arbeiter mit zigaretten gütig gestimmt. also rauf auf den turm und siehe da: die bombenaussicht. vor mir das zentrum und die beiden siedlungen, hinter mir der dschungel. soweit das auge reicht. so gesehen stehen diese siedlungen wirklich in der wildnis.

nun, die nächsten tage steht wirklich viel auf dem programm. am samstag childrens day und dann gehts an die landschaftsplanung. manosha und ich haben kontakte zu "green movement sri lanka", dem "costal resource management project" sowie "goal" aufnehmen können. allesamt hilfsorganisationen die uns nun mit bäumen, grassamen, logistik und wasweisichalles weiterhelfen um das zentrum hier zu begrünen.
eine ganze menge spaß, eine ganze menge arbeit. heute hab ich angefangen mit chamil, unserem hausmeister, getrocknete kokosnusshälften an den abschrägungen einzugraben. sieht man nun nicht auf dem foto, aber durch den monsun bekommen wir probleme mit dem boden. der schwimmt uns nun fröhlich davon, also fangen wir nächste woche mit dem pflanzen an. sträucher, gras, und jede menge bäume. die kinder brauchen schatten!
im dorf werden wir wohl mehrere tage mit bäumepflanzen verbringen, ich freu mich schon. ab donnerstag heisst es dann kurzfristig abschied vom zentrum nehmen, ich hab mit maris urlaub bekommen und wir reisen ins inland, richtung teeplantagen und cultural triangle. ein paar tage ausspannen hab ich auch nötig, die letzten zwei monate waren doch sehr anstrengend. und sri lanka bietet viel, auf ins inland!

ach ja, die decken in dem kindergarten waren wirklich so niedrig.

am blauen meer






weit draußen auf dem blauen meer, erklingt ein lied von wiederkehr, ein lied vom leben...

and i meet more people








...soviele menschen die mir unterwegs begegnen, soviele geschichten die ihre bilder erzählen.

Thursday, September 21, 2006

The day I met Bob Mali...







aaaalright, enough of sad news from Sri Lanka; time for some entertainment I’d say.

Today was quite a special day. In the morning I met Bob Mali and in the afternoon I was hanging out with George and the boys in the Malgampura housing project. Take a look at these old guys, basically all of them run around bare-breast but that’s the style… they just know how to chill down South.

As I was walking down the roads (lets just say roads instead of dirt tracks) I saw the follow up graffiti from the first one in the housing project near Hambantota. Those boys are in the same crew I guess, same style, hm? Simple but straight-forward, they know how to party here in Sri Lanka.

Oh, and I just got a new haircut. Now I look like Jim Carrey in his early movies, what to do? Lesson: Neither let your caretaker nor your teachers cut your hair with a scissor from pre-school. Just a reminder.

I did not put any photos from this session online. Even though this blog gives you quite a good impression about life here, there is some privacy left...

Last but not least the lady with the Bethel-leaves. I am not into the nut, but chewing some leaves once in a while isn’t too bad…..though the teeth somehow turn green afterwards.

so, enough for the day. Big news in Thailand these days, unfortunately there is hardly any
coverage here in Sri Lanka… instead I can read of the “Mega-Development-Plan” for the Trincomalee area, government wants to build a little Singapore in this area to check out the oil from the Jaffna Peninsula. Unfortunately this area is still under the control of the LTTE.

Oh, but wait. The president is right now in the United States, checking out some peace-talks with the Norwegians while on the east coast muslims are getting bashed by the police…

So welcome to Sri Lanka.

Tuesday, September 19, 2006

LTTE massacres 11 Muslim civilians?!


Schlagzeilen praegen den Alltag hier in Sri Lanka, die Menschen haben Angst vor neuen Ausschreitungen und die Nachrichten sind voll mit Propaganda. Das Militaer beschuldigt die LTTE - die Muslime und die LTTE beschuldigen die Regierung. So what to do?

Die Zivilbevoelkerung leidet, und die Lage verschlechtert sich drastisch.. Momentan spielt Sri Lanka keine grosse Rolle innerhalb der auslaendischen Medien, was unter anderem auch an der mangelnden Berichterstattung liegt. Wo fange ich an?

Im August wurden 17 Mitarbeiter einer franzoesischen Hilfsorganisation ermordet. Zunaechst beschuldigte das Militaer die LTTE, internationale Beobachter wurden daraufhin eingesetzt um den Vorfall zu untersuchen. Das Ergebnis: Das Militaer, nicht die LTTE sei fuer die Morde verantwortlich. Eine endgueltige Aussage wurde nie getroffen, die Regierung verweigerte die Stellungnahme.
Im Anschluss an diesen Bericht gab es eine Vielzahl an Leserbriefen in den englischen Medien, die schliesslich zu dem Schluss kamen dass diese “sogenannte” franzoesische NGO in Wirklichkeit nur die LTTE unterstuetzen wuerde, die Morde wurden fast schon moralisch gerechtfertigt. Eine wirklich bunte Mischung an Propaganda. Und heute??

Bottom Line: Die Konten von dieser und anderen NGOs werden nun Stueck fuer Stueck bei Banken eingefroren. Am Wochenende habe ich Freunde von mir in Matara (einer Stadt an der Suedkueste) besucht die ebenfalls bei Hilfsorganisationen arbeiten.
Psychologen und Sozialarbeiter aus Frankreich, Belgien, Italien. Sie alle wissen nicht wie es weitergehen wird, ihre offices werden zum Teil von der Polizei und dem Geheimdienst abwechselnd durchsucht. Jeglicher Kontakt (und da reicht es manchmal auch schon ebenfalls eine franzoesische Organisation zu sein) zu den “verdaechtigen” Organisationen reicht als Indiz.

In Sri Lanka leben zur Zeit 200.000 Menschen auf der Flucht, der Buergerkrieg ist wieder ausgebrochen und seit Wochen laeuft eine massive Propaganda der Regierung gegen die auslaendischen Hilfsorganisationen. Ihnen wird vorgeworfen die LTTE direkt zu unterstuetzen, den Staat zu untergraben. Helfer gelangen haeufig nicht mehr in die betroffenen Gebiete um die Menschen mit Lebensmitteln oder Material zu versorgen. Der Norden und der Osten des Landes leidet, die Menschen verhungern...
Internationale Beobachter haben es schwer in die betroffenen Gebiete zu gelangen, an eine unabhaengige Berichterstattung ist gar nicht erst zu denken. Ein echt komisches Gefuehl hier im Sueden des Landes zu sitzen und einfach nicht zu wissen was eigentlich passiert. Jegliche Information ist voller Propaganda, sei es von der Regierung oder der LTTE, die Schuld wird sich gegenseitig zugeschoben. Und die Zivilbevoelkerung leidet.Wer das Massaker an den elf Muslimen begangen hat ist heute noch nicht aufgeklaert worden.
Fuer die Medien schon.

Monday, September 18, 2006

silent places







temples, buildings, orphanges...abandoned places. lonesome places. silent places.

Thursday, September 14, 2006

minima monsoon




ein blick ins detail...

people along the way













Die letzten Tage waren ziemlich anstrengend, bunt, langatmig, turbulent und manchmal auch schockierend. Bin am Sonntag Abend von Tangalle aus Richtung Norden nach Ambalangoda gefahren, die Tage seitdem hab ich mit Fotografieren verbracht.
FRIENDS brauchte neue Bilder von ihren Projekten, also hab ich mich mal umgesehn und bin mit dem Tuk Tuk die Orte abgefahren.
Da wären: Zwei Kindergärten, ein Waisenheim, ein Krankenhaus und ein Tsunami-Lager. Was ihr seht ist eine kleine Auswahl der Leute, die mir auf dieser Reise unterwegs begegnet sind.

Ein Portraet:Tamilische See-Zigeuner, Kindergartenkinder, alte Menschen in Lagern, Waisenkinder, Angestellte im Krankenhaus, Alkoholiker, Straßenkinder.
Die Projekte von FRIENDS hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Ein Lichtblick im Alltag. Die allgemeine Situation in den betreuten housing projects ist dagegen oft erschreckend. Die NGOs ziehen langsam aus ihren Projekten ab, viele Menschen werden nun mit ihren Problemen allein gelassen. Oft fehlt der Zugang zu Wasser. Seit einer Woche gibt es wieder heftige Regenfaelle, die letzten Tage des Monsun stehen vor der Tür. Die Lehmpisten zu den Siedlungen versinken im Schlamm, Strassen gibt es oftmals nicht.
Heute Morgen um fünf ging es mit dem Tuk Tuk schließlich zurück nach Tangalle,
vier lange Stunden auf einer Schlaglochpiste. Ich sehne mich nach einem Bett, doch es kommt wieder einmal anders.
Auch hier in Seenimodara zeigen sich die Folgen des Regens. Die Strasse hinauf zu unserem Zentrum ist fast nicht mehr befahrbar, ueberall Schlamm. Zwei Tage wieder keinen Strom gehabt. Heute Abend der Lichtblick, ein Ende des Regens und die Rückkehr des Stroms. So komme ich zum schreiben und hoffentlich auch in den Genuss meines Ventilators.
Nun aber Schluss, bald wieder mehr.